Der Präsident home
Sehnah ist weltweit einzigartig was die Vorgaben für das Amt des Staatspräsidenten angeht. Es handelt sich um ein platonisches Konstrukt, welches von der Bevölkerung mit hoher Akzeptanz getragen und respektiert wird. Beinahe könnte man annehmen, auf Sehnah sei eine neue Form von Adel entstanden. Ein Adel, der im Gegensatz zu den noch bestehenden fossilen und dekadenten Strukturen des europäischen Hochadels dem verpflichtet ist was er sein will, soll aber auch sein muss. Der Titel kann nicht vererbt, sondern muss erworben werden. Der blaublütigen Inzucht ist damit ein Riegel geschoben. Die Amtszeit dauert 15 Jahre, kann aber bis max. 25 Jahre erhöht werden. Der Präsident wird vom Volk gewählt, nachdem er alle Prüfungen für das Amt bestanden hat. Im Volksmund heisst es, die Mitgift für die Braut ist hoch. Mit Braut meinen sie die Insel. Der amtierende Präsident hat sein Vermögen als Alleinerbe der Bolar-Industries sowie der Reederei Bolar & Son der Stiftung Solstitium (Sonnenwende) vermacht. Neben den staatlichen Sozialwerken wirken solche Stiftungen in vielen sozialen und kulturellen Belangen. Man kann mit Fug und Recht sagen, auf Sehnah ist es schick geworden zu teilen und Präsident Bolar ist der Cretive Director dieses Trends. Als 1998 ein Anschlag auf Bolar vereitelt werden konnte, ging eine ganze Familie wegen gemeinsam verübten Auftragmord für 25 Jahre ins Gefängnis. Das Nichtgelingen des Anschlages wurde nur dem Auftragkiller (auf Antrag von Bolar) gutgeschrieben, nicht aber der Familie Golan. Der Chemikonzern GOLANchemicals musste sich nach anderen Besitzern umsehen, GOLAN wurde kurzum verstaatlicht. Der Konzern floriert und die Managerlöhne sind zur Freude des Volkes relativ tief.

Mit diesem Bild wollten die Gegner von Bolar seine Wahl zum Präsidenten verhindern. Bolar hat sich nur einmal kurz dazu geäussert: "Ich habe weder Angst vor der Mafia, noch habe ich eine Spinnenphobie. Ob mich das wählbar macht , überlasse ich dem mündigen Bürger." Der mündige Bürger hat Bolar mit 68% bei einer Stimmbeteiligung von 57% gewählt.
Den Vorwurf der europäischen neokonservativen Presse, Bolar betreibe einen Salonkommunismus weist dieser lachend von sich mit den Worten: Meine Damen und Herren, wenn sie auf Sehnah einen Salon vermuten, so werden sie wahrscheinlich einen finden, wenn sie einen Kommunisten darin finden, dann zahle ich ihnen 10'000.- HUS Finderlohn. Zu erwähnen sei noch das Einreiseverbot für Bolar nach Italien. Bolar hat Italien beleidigt, indem er dem Nachbarvolk vorwarf, dass es das Recht italianisiere und man Angst haben müsse, bei jedem Bissen Pasta oder Pizza korrupter zu werden. Er könne nun mal Italien nicht von Berlusconi trennen, solange dieser Italien sich und nicht sich Italien anpasse. Aber vielleicht sei ja dies wirklich ein und dasselbe, deshalb fürchte er sich zusehends vor italienischem Essen.